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Information

Die Sicherheitsfachkraft im Betrieb.

Eine gesetzlich vorgeschriebene Funktion im Arbeitnehmerschutz — und eine Pflicht, die Betriebe jeder Branche und jeder Größe trifft.

Worum es geht

Beraten, bevor etwas passiert

Die Sicherheitsfachkraft unterstützt den Arbeitgeber dabei, seine Pflichten zur Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu erfüllen. Sie berät — die Verantwortung bleibt beim Arbeitgeber.

Gemeinsam mit der Arbeitsmedizin zählt sie zu den Präventivfachkräften. Beide sind verpflichtend beizuziehen, entweder aus dem eigenen Haus oder über einen externen Dienst.

Rechtliche Grundlage: §§ 72 bis 77 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG).
Die Aufgaben
  • Gefahren ermitteln und beurteilen, Evaluierung pflegen
  • Den Arbeitgeber fachlich beraten
  • Arbeitsstätten und Arbeitsplätze begehen
  • Bei Unfällen und Beinaheunfällen mitwirken
  • Arbeitsmittel sicherheitstechnisch beurteilen
  • Schutzausrüstung auswählen und dazu beraten
  • Unterweisungen planen und mitgestalten
  • Notfall- und Evakuierungspläne, Erste-Hilfe-Organisation
  • Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen
  • Dokumentation und Jahresbericht
§ 82a ASchG

Wie viel Präventionszeit der Betrieb braucht

Die Mindestzeit je Arbeitnehmer und Kalenderjahr richtet sich nach der Art des Arbeitsplatzes, nicht nach der Betriebsgröße.

Büroarbeitsplätze 1,2 Stunden je Arbeitnehmer und Jahr — ebenso für Arbeitsplätze mit vergleichbarer Gefährdung und Belastung.
Sonstige Arbeitsplätze 1,5 Stunden je Arbeitnehmer und Jahr, etwa in Lager, Werkstatt und Produktion.
Aufteilung Mindestens 40 Prozent Sicherheitsfachkraft, mindestens 35 Prozent Arbeitsmedizin, die übrigen 25 Prozent je nach Gefährdung.
Bis 50 Arbeitnehmer Statt fester Präventionszeit regelmäßige Begehungen (§ 77a ASchG), kostenlos möglich über AUVAsicher.
Intern oder extern? Eine eigene Kraft kennt den Betrieb und ist immer da; die Grundausbildung umfasst mindestens 288 Lehreinheiten und wird von WIFI, BSVÖ, TÜV und weiteren Trägern angeboten. Für kleinere Betriebe ist ein externer Präventionsdienst meist der praktischere Weg.
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